Eltviller CDU stellt sich an die Seite der Kirchen

In der momentanen Auseinandersetzung um den Kostenbeitrag der Kirchen im Rahmen der Kinderbetreuung hat sich die CDU Eltville an die Seite der Kirchen gestellt. „Die Kirchen sind mit gleich fünf Einrichtungen ein bedeutender Partner bei der Kinderbetreuung in Eltville“, unterstrich der Vorsitzende der CDU Eltville Dr. Christian Erlenhöfer. Der Vorsitzende der Fraktion in der Eltviller Stadtverordnetenversammlung Alexander Koziol ergänzte: „Die Zusammenarbeit mit der Kirche war und ist hier hervorragend.“

„Natürlich kann man immer mehr wollen, aber wir würdigen, dass die Kirche der einzige freie Träger im Stadtgebiet ist, der sich an Investitionen und laufenden Kosten überhaupt beteiligt. Und das führt bei uns zu Dankbarkeit und nicht zu Kritik und neuen Verhandlungen“, so Koziol mit Blick auf aktuelle Anträge von FDP, SPD und Grünen, die die Kirche dafür kritisieren, dass ihr Kostenanteil zu gering sei.

Die CDU stellte klar, dass es eine Aufgabe der Kommunen ist, die Rechtsansprüche auf Kinderbetreuung sicherzustellen und dass die Kirchen die Stadt hier im Wege freiwilliger sozialer Leistungen unterstützen. Alle anderen freien Träger werden seitens der Stadt vollständig im Rahmen der gesetzlichen Regelungen finanziert.

In Eltville beteiligen sich die evangelischen und katholischen Träger mit 15 Prozent an den Betriebskosten, und mit 50 Prozent an den Investitionsmaßnahmen. Alle anderen Träger bekommen eine 100-Prozent-Finanzierung bei vergleichbaren vertraglichen Konstellationen. Überdies unterstützen die Kirchen die Stadt bei den Verwaltungslasten, die ansonsten sicherlich eine volle Stelle bei der Stadt erfordern würden, wie die CDU vermutet. „Alle wirtschaftlichen Fragen werden mit der Stadt besprochen. Insofern ist das keine `black box´ sondern ein transparentes Verfahren, das sich aus unserer Sicht bewährt hat“, so Erlenhöfer. Die kirchlichen Träger bieten in Abläufen und Strukturen ein Höchstmaß an Transparenz. Über die Betreiberverträge bestehen vielfältige Mitwirkungs- und Mitsprachemöglichkeiten (Elternbeirat, etc.). Auf Grundlage der bestehenden Verträge erfolgen Änderungen von Angebotsstrukturen (Öffnungszeiten, Betreuungsmodule, Elternbeiträge, Schließzeiten) immer in Abstimmung mit Eltern und vor allem im Einvernehmen mit der Stadt.

Die CDU wies weiter darauf hin, dass die Einrichtungen offen sind für alle Kinder und dass keine bevorzugte Aufnahme christlicher Kinder besteht.

Und auch die Zahlen sind nach Angaben der CDU überaus ansehnlich. So beträgt der jährliche Betriebskostenzuschuss der vier katholischen sowie der evangelischen Einrichtung insgesamt rund 350.000 Euro im Jahr. Überdies beteiligen sich die Kirchen mit 50 Prozent an den Investitionen. In den vergangenen 10 Jahren (2009-2018) waren das immerhin fast 2.000.000 Euro.
„Ohne die Kirchen hätten wir keine so umfassende Kinderbetreuung in allen Stadtteilen. Die Rauenthaler Einrichtung z.B. hätten wir ohne den Zuschuss der Kirchen von über 1 Mio. Euro niemals realisieren können,“ so Erlenhöfer abschließend. „Und für genau diese Entwicklung sind wir den Kirchen dankbar und führen sie nicht in öffentlichen Sitzungen vor“, so Koziol. „Das ist einfach kein Stil.“

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