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Klare Grenzen bei Alkoholexzessen Jugendlicher. Nothacker: "Gelbe Karte Chance für die Präventionsarbeit im Kreis"
19.04.2010 - Kreis
Themengebiet: Ernährung, Familie, Gesundheit, Kinder und Jugend, Kommunales
Autor: CDU - KV Rheingau-Taunus
Klare Grenzen bei Alkoholexzessen Jugendlicher. Nothacker: "Gelbe Karte Chance für die Präventionsarbeit im Kreis"

„Das Pilotprojekt Gelbe Karte, das in Wiesbaden als erste hessische Kommune anläuft, ist auch als Präventionsmodell für den Rheingau-Taunus-Kreis eine Chance“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete Jutta Nothacker (CDU). Auch im Rheingau- Taunus-Kreis seien mittlerweile vermehrt Koma-Trinken, Schmierereien und Randalierereien aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses zu beobachten. „Diesen Tendenzen muss man mit Nachdruck entgegen treten. Das ‚Flatratesaufen‘ ist ein gefährliches Symptom für den laxen Umgang einer steigenden Anzahl junger Menschen mit der Droge Alkohol. Neben einem verantwortlichen und präventiven Zusammenwirken von Elternhaus, Schule und Polizei muss den Jugendlichen aber klar gemacht werden, dass ihr Verhalten Konsequenzen haben kann“, verdeutlichte Jutta Nothacker.


Wer in Zukunft in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden betrunken randaliert oder den Verkehr gefährdet, der bekommt Post von der städtischen Führerscheinstelle. Eine Häufung dieser Art kann den Erwerb der Fahrerlaubnis wesentlich erschweren oder gar ausschließen. „Verliert man den Führerschein gerade als junger Mensch, dann ist das ein Imageverlust, ein Wegfall von Statussymbolen und tut richtig weh“, verdeutlichte Nothacker das Prinzip der Gelben Karte.


Diese sei ein sinnvolles und wirksames Instrument, das man auch für den Rheingau- Taunus-Kreis ins Auge fassen sollte. Denn junge Erwachsene müssten frühzeitig verantwortungsvolles Handeln in der Gesellschaft lernen. Die Gelbe Karte sei in Anlehnung an ihre Bedeutung im Fußball somit zunächst eine Verwarnung. „Sie gibt den jungen Menschen eine Chance, die diese auch ergreifen, wie überaus positive Erfahrungswerte aus den Nachbarbundesländern gezeigt haben“, so Jutta Nothacker.


In anderen Bundesländern ist die „Gelbe Karte“ bereits erfolgreich erprobt, so in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern. „In Karlsruhe beispielsweise sind in dem Zeitraum von 13 Monaten 55 gelbe Karten gezeigt worden. Von denjenigen jungen Menschen, die diese Karte erhielten, ist kein einziger rückfällig geworden. Das sind Erfahrungswerte, die zeigen, dass die gelbe Karte ein wirksames Mittel ist. Es ist ein erprobter und wirksamer Baustein in der Präventionsarbeit“, zeigte sich die Erste Kreisbeigeordnete von dem Konzept überzeugt. Eine Einführung im Kreis dürfe man daher nicht leichter Hand ausschließen, so Nothacker abschließend.

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